Pass da Costainas / Val d’Uina

Mountainbikers Walhalla

Traumhafte 2-Tagestour vom Engadin ins Vinschgau und zurück

Samstag: Scuol 1198m – S-charl – Alp Astras – Pass da Costainas 2251m – Lü – Lüsai – Craistas – Müstair – Rifair – Laatsch 960m. 49km, 1350 Hm

Von Scuol zieht sichs lang durchs wilde Val S-charl. Strasse. Teils asphaltiert, teils Naturbelag. Auf den Spuren des Braunbären – Senda d’Uors. Bei der Schmelrza dann die Erleuchtung: Der Bär wandert nicht, so wie landläufig angenommen, sondern er kam mit dem Fully vom Südtirol her. Ab S-charl dann verkehrsberuhigt und mit sehr angenehmer Steigung von Alp zu Alp bis zur Alp Astras. *Frohlock*
Nun auf Singletrails durch lichte Arvenwälder. Ein Traum. So ist der Pass da Costainas wie im Flug erklommen. Kurze, steile Abfahrt zur Alp Champatsch. Hier wird uns eine prima Hauswurst serviert. *Schmackofatz.*
Weiter gehts auf der Alpstrasse highspeed nach Lü und an Lüsai vorbei *Reim*
Vollbremsung zwecks Fotohalt. Der Ortler gückslet majestätisch weiss zwischen den Münstertaler Bergen im Sommerkleid hindurch. *Staun*
Wir meiden die Hauptstrasse im Münstertal und hängen abenteuerliche und schweissreiche Höhenmeter an und gelangen auf improvisierten Singletrails nach Müstair. Die Grenze ruft. Und ein weiterer unabsichtlich abenteuerlicher Singletrail-Einstieg auf den Radweg ebenso. Ausrollen ins Vinschgau. Die letzten 50 Höhenmeter zu unserem Nachtlager müssten nicht mehr sein…
Familientreffen im Hotel. Aussenbesichtigung der Churburg, Fauna und Flora bewundern und einen Gruss an Prisca hinterlassen. Danach Stadtrundgang und Abendessen in Glurns. Pünktlich um 20:30 am Platzkonzert in Laatsch, welches wir dann etappenweise unauffällig verliessen. Stunden später: Nachtruhe.

Sonntag: Laatsch 960m – Schleis – Maso serrato – Schlinig – Sesvennahütte – Schlinigpass 2309m – Uina-Schlucht – Uina Dadaint – Uina Dadora – Camping Sur En 1112m. 32km, 1400Hm

Wir haben uns erstaunlich gut erholt und befolgen den Rat unseres Wirten, den 700m-Aufstieg nach Schlinig auf dem kürzeren Weg über die alte Säge zu nehmen. Der letzte Kilometer sei einfach “etwas steil”… Tja, nach 50 Höhenmetern wähnen wir uns bereits auf diesem “letzten Kilometer” und die Kette wandert mit Seriefeuer nach links. Schweiss brennt in meinen Augen. Mein Antrag für einen Bäckereibesuch in Schlinig wird kampflos angenommen und wir ergeben uns auf dem echten letzten Kilometer unter Schlinig. Wer sein Bike liebt, der schiebt, heisst es schliesslich. In Schlinlig kommen wir tatsächlich zu einer leckeren Erdbeertorte *Schlemm*
Als nächstes steht ein Slalom um die Heerscharen von Wanderern bevor. Bis zur Schliniger Alm treffen wir mächtig Verkehr an. Natürlich gibts auch hier viel zu sehen. Erwähnenswert zum Beispiel der wunderschöne Wasserfall an der Croda Nera, welche wir Bikeschiebend links liegen lassen. Der Gedanke an weitere Süssigkeiten in der Sesvennahütte mobilisiert bei mir ungeahnte Kräfte, welche Pölla zu einem weiteren kreativen Schnupfspruch inspirieren. Wir bestellen wieder Kuchen. OK. Langsam erreicht auch mein Blutzuckerspiegel den oberen roten Bereich. Aber die paar Meter über den Schlinligpass versprechen ja puren Singletrail-Spass. Mit grossen Augen und hängenden Kinnladen erreichen wir das spektakuläre Highlight dieses Bikeabenteuers: Die Uina-Schlucht ist vielleicht das Walhalla des Mountainbikers. Man muss sie einfach einmal gesehen haben. Alle 10 Meter bleiben wir stehen und staunen aufs Neue. Und natürlich lassen wir gleichzeitig wieder Gegenverkehr passieren. Sonntag, 1. August und Kaiserwetter. Klar, dass jede Menge Menschen diese schöne Ecke Schweiz besuchen. Weiter über Singletrails der flowigen Art nach Uina Dadaint und zum Schluss ausrollen nach Sur En. Hier unterhalten wir uns mit einem ehemaligen Quasi-Zizerser und lassen die beiden tollen Tourentage nochmal Revue passieren. Und erwarten Diana und Lara, welche den Rückweg über den Reschenpass ebenso genossen haben wie wir die Uinaschlucht.


Lara gibt den Startschuss in Scuol


Auf der Strasse Richtung S-charl


Erosion@work.ch


Clemgia


Die Wahrheit über die Einwanderung des Bären: Er kam per Mountainbike.
Bergbaumuseum Schmelzra


Nach S-charl angenehme Steigung zu den Alpen


O-Ton Pölla: Heidifilmkulisse. Recht hat er.


Oberhalb Alp Astras


Trailgenuss zum Pass da Costainas hinauf


Pölla der durch die Arven flog


Unbeschreiblich. Trailgenuss vom Feinsten.


Und Schwupps – sind wir oben. Pass da Costainas 2251m


Abfahrt zur Alp Champatsch


kleine Stärkung


König der Ostalpen: der Ortler
Lü.


Singletrail im Val Müstair


Trickyer als es scheint


in Schluderns besichtigen wir die Churburg,


sowie die Fauna und…


…Flora.


Stadttor von Glurns


Bike-Hotelzimmer


Sonntagmorgen:
Wunderschöne Aussicht übers Obervinschgau Richtung Reschenpass


Mühle in Schlinig


Süsses in Schlinig


Wasserfall unterhalb der Sesvennahütte


Den mussten wir uns natürlich näher anschauen


Strenge Schiebepassage zur Sesvennahütte


Here we are!


Schlinigpass


Pölla hat Heimweh


Welcome back to Schwizerland – viva la Grischa!


Wide Angle


Pölla entering Uina Gorge


Beim Eingang in die Schlucht


Fahrverbot


Unglaublich wie kühn dieser Alpweg angelegt wurde!


Pölla hat hier ein Hochformat-Pano geschnipselt


Hier öffnet sich das Val d’Uina langsam und gibt den Blick auf eine tolle Landschaft frei


Weiter gehts talauswärts auf Single Trails erster Güte


Überquerung der wilden Uina


Wie immer der Track. Diesmal im 1:200’000 – Massstab
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