Der Pizzo Tambo übt auf mich eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Einerseits durch seine perfekt geformte Pyramide, die man von Norden aus sofort erkennt. Andererseits weil meine allererste Ski- bzw Snowboardtour auf diesen Prachtsberg führte. Fast genau vor 24 Jahren, nämlich an Pfingsten 1987, bestieg ich den Tambo mit den Eigenbau-Kurzskis eines Freundes. Natürlich wusste ich damals nicht, um was für ein “Kaliber” es sich bei diesem Berg handelte…
Nach der “Abschlusstour” auf den Pizzo Stella fehlte einfach noch irgendwie das i-Tüpfchen der Skitourensaison. Und der Tambo war eh schon lange wieder einmal fällig. Also fuhr ich am Montag nach Feierabend auf den Splügenpass, um dort zu übernachten. So war ich dann, ohne mitten in der Nacht aufstehen zu müssen, pünktlich zur geplanten Startzeit um 5:30 auf den Skis. Die erste Herausforderung bestand darin, eine durchgehende Schneedecke hinauf zum Tamborello zu finden. Eine kurze Tragepassage gabs dann aber doch. Unterwegs wurde ich noch von einem freundlichen Bayern-Trio adoptiert und mit Sonnencrème beliefert. Danach gings mit warmer Sonne aber immer wieder kühlendem Wind zum Skidepot auf 3080m. Nun folgte das fehlende i-Tüfchen: Der alpine, teils etwas ausgesetzte Aufstieg zum Gipfelkreuz des Pizzo Tambo. Das Panorama vom Ortler bis zum Monte Rosa war schlicht atemberaubend. Und die definitiv letzte Sulzabfahrt dieses Winters einfach herrlich. Ob die 3 italienischen Tourengänger, welche ich bei der Abfahrt begegnete ebenfalls noch solche Bedingungen antrafen, wage ich allerdings sehr zu bezweifeln.

Start auf dem Splügenpass

Dieses Morgenrot sollte einen Traumtag bringen

Lago di Montespluga

Die Aufstiegsroute folgt mehrheitlich dem Grenzverlauf

Der Monte Legnone steht bereits an der Sonne (Hintergrund Bildmitte)

Sonnenaufgang neben dem Surettahorn

Pizzo Ferré

Il est beau, le Tam-beau!

Blick zurück zur Traverse am Lattenhorn

Tambosee

Wellen-Stein

Austern-Stein

Und mitten im alpinen Aufstieg zum Gipfel noch dies…

Gipfelfoto

Tief unten Montespluga. Dahinter Piz della Palu und Piz Timun. Hintergrund: Berninagruppe bis Mte Disgrazia und die Bergeller…

Die 3 Bayern koordinieren ihren Abstieg

Zeit für mein 360°-Pano…. hier gibts das Ganze in 5241×500 px.
Tschuldigung für den welligen Horizont. Dieses Pano hat eher instruktiven Charakter 😉

Kleines Pano vom Skidepot aus. Hier hatte ich eine ruhigere Hand 😉
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Schöner Steinmann bei der Abfahrt

Wie immer auf Solotouren ist die Gopro mit dabei

Beste Frühlingsbedingungen

Nicht erschrecken 😉

Diesmal gilts: die letzten Schwünge

Ich blicke auf eine tolle Skitourensaison zurück.

Grenztour