Pinut (2064m)

Pinut – Peanuts? Mitnichten!

Für eingefleischte Klettersteiggeher sind die Leitern am Pinut vielleicht Peanuts. Zugegeben, die Schwierigkeiten auf dem Steig sind technisch vernachlässigbar. Aber das Erlebnis auf dem historischen Weg ist einzigartig. Kühn erklimmt man auf Steilen Stahltreppen Meter um Meter am Flimserstein. Gleich am Anfang hinter dem Meilerstein durch, dann durch die enge Höhle inklusive Holztür. Nachdem die erste Wand am Flimserstein geschafft ist, wandert man steilüber die untere Wiese, um die zweite Wand in Angriff zu nehmen. Danach wieder durch Wald und Wiese hinauf zur dritten, kürzesten Wand. Nochmal ein paar luftige Treppen hoch. Vor dem Ausstieg kann der Einsteiger sogar ein bisschen “echte Klettersteigluft” schnuppern. Nach ca. 800 Höhenmetern ist es dann geschafft. Man kann bei der Bergstation der Milchseilbahn ein Panorama der ersten Güte bewundern. Vis-à-vis die Signinagruppe, rechts davon die Lugnezer und Valser Berge, hinten die Berninagruppe und zuhinterst sieht man sogar einen Teil der Sellagruppe. und im Norden erhält man einen Einblick in die Tektonikarena der Gkarner Hauptüberschiebung. Hinunter gelangt man am besten auf dem Alpweg nach Bargis. Mein Timing war heute suboptimal: Meine Ankunft in Bargis war gerade in der Mittagspause des Postautochauffeurs. So wanderte ich halt zu meinem Auto nach Fidaz hinunter. Der schöne Wanderweg ist zur Zeit leider teilweise gesperrt wegen Steinschlaggefahr.
Der Pinut ist der ideale Klettersteig, um seine Kondition und Schwindelfreiheit zu testen. Sind diese beiden Bedingungen gegeben, ist er absolut kinder- und familientauglich!

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Die ersten Leitern

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Hinter dem Meilerstein

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In die Höhle

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Tiefblick

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Stollen mit Tür

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Weiter gehts

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“Selfie”

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Dritte Wand

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Eine Spinne versucht ihr Glück beim Ausstieg

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Lugnez mit Piz Aul und Piz Terri

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Crestasee

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Flims

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“Gipfel”

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Signinagruppe

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Trinserhorn und Tristelhorn mit der markanten Überschiebungslinie

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Bergstation mit Self-Service-Jausestation

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Auf dem Abstieg nach Bargis

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Bargis

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Wanderweg Bargis – Fidaz

Ein Kommentar

  1. Empfehlung für Nachsteiger:
    ich bin begeisterter Leser und Bilderfan von Deinen Touren! Statt dem kniestrapazierenden Abstieg nach Bargis lohnt sich der Weiteraufstieg zum Cassonsgrat (aber nur noch bis Ende Oktober, dann wird leider die Bahn hinunter nach Naraus eingestellt!). Die Fernsicht von dort ist noch gewaltiger und unterwegs gibts immer haufenweise Edelweiß, die noch nicht vom Vieh gefressen wurde. (Tip: Mutta Bella) Ausserdem wird das Panorama übersichtlicher, sogar das richtige Trinserhorn wird sichtbar.

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