Tuscany Trail 2019

Soo, nach längerem hin und her ist mein erster ufwaerts.ch Bericht endlich bereit

Irgendwo zwischen Ziegelbrücke und Sargans habe ich Sascha im Zug nach Hause von der Idee resp. der Anmeldung zum Tuscany-Trail erzählt. Die Idee eines am Tuscany Trail teil zu nehmen spucke mit schon länger im Kopf herum. Da ich aus Heiligkreuz/Mels komme, wo leider nur 1000hm in 20 Minuten im Handstand zählen, war Sascha einer der wenigen, welche ich vorgängig in dieses Vorhaben eingeweiht habe. 

Der Tuscany-Trail ist ein Bikepacking Event in der Toskana. Gefahren wird auf einem vorgegebenen Track mit Bike, Fully oder Gravel-/Crossvelo. Die Strecke beginnt in Massa und endet 543 km später in Capalbio. Dazwischen liegen malerische Städtchen wie San Gimignano, Pitigliano und Porto Santo Stefano und knapp 9200hm aufstieg. Sinn dieses Events ist es, dass ohne Starnummer, jeder in seinem Tempo fahren kann und uns der Owner versucht die Schönheit der Toskana zu zeigen. Das Material wird auf dem Rad mitgenommen. Man übernachtet entweder in B&B’s, Hotels, Agriturismo, Campingplätze oder biwakiert wild. Für mich bedeute das einen Lenkerrolle mit Schlafsack und Matte und eine Satteltasche für alles was Bekleidung war. Im Rucksack nur das wichtigste wie Dokumente, Feuchttücher und Stieg Larsson’s Millennium 1

Am 31.05.2019 reiste ich mit dem Zug von Sargans aus an. In die Toskana bedeutet dies eine kurze fahrt von ca. 9h im Zug. In Mailand traf ich auf Simone, einen netten Mitfahrer aus der nähe von Mailand. In Massa angekommen wurde man mit einem Moretti Freibier begrüsst. 

Ab Zürich nach Mailand
Irgendwo in der Toskana
Am Strand in Massa

Am Samstagmorgen 01.06.2019 gings um 08.00 Uhr auf der Piazza «Aranci» los. 750 Teilnehmer aus aller Welt rollten gemeinsam Richtung abschnittsziel Lucca. 55km und 821 hm gabs zu überwinden. Nach dem ersten einrollen mit Gepäck und einem kleinen Sigletrail gings in die erste Steigung hinein. 350hm weiter oben konnte ich mir schon ausmalen wie ich locker in ein paar Tagen die nette Tour finishe. Nach ein par rasanten Abfahrten gings wieder hoch, dann runter und wieder hoch. In Lucca angekommen wurde erst mal gegessen und getrunken. Dabei dachte ich mir noch, dass das doch eine nette runde hier ist und dies ganze Sache doch sehr entspannt ist. Von Lucca gings vermeintlich locker nach Fucecchio, 41km und 300hm. Diese hm waren jedoch in eine «Bombtrack» ähnliche Strasse verpackt, welche mir tritt für tritt die Kraft aus den Beinen sog. Mittlerweile hatte ich auch herausgefunden, dass wenn im TT Journal die Höhenkurve steil nach oben zeigt, dass es dann auch sehr steil ist.

Nach dem ersten Aufstieg
On Board entlang einer alten Bahn- und Wasserlinie
Es wird steiler

Weiter bis nach Vinci wollte ich noch kommen, da es dort in der nähe einen Campingplatz geben sollte. Dieser war das Tagesziel. In Vinci traf ich auf zwei Berner Mitfahrer, welche ich von nun an jeden tag treffen sollte. Ihr Ziel war der gleiche Campingplatz, und so verabredete man sich zum gemeinsamen Nachtessen und übernachten. Von Vinci aus gings dann richtig zu Sache. 450 sehr steile Höhenmeter auf einen Pass hinauf. Die Schieberei mit dem Velo und dem Gepäck inkl. Wasser war anstrengender als alles Bisherige. Oben angekommen musste ich mich erst mal zum Camping Navigieren wo meine beiden neuen Freunde warteten für ein gemeinsames Nachtessen

Das erste Nachtlager

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.