Eggberg (2202m)

(by andres)Krankenakte 2018.0103-66

Der 47-jährige Patient Sascha B. stellt sich mir, Prof.Dr.med. Pansai in guter Allgemeinverfassung vor.
Ich stelle mich der grossen Herausforderung Eggberg trotz mehreren Gutachten.Der Patient leidet unter extremen Zuckungen. Je nach Situation kann es sehr akut werden.Ich verordne ihm als Erstes eine Colltexitis-Therapie. Natürlich war ich vor der Anwendung der intensiven Therapie relativ skeptisch. Was ich mir  erhoffte, war eine Reduktion der Pharmazeutika und dass wir in einem nächsten Schritt  die gewünschten Wirkungen erhoffen dürfen.
Der Patient ist fit und reagiert sehr schnell von warm auf kalt (Schnee). Nach einem unspektakulären Patiententransport ging es Schlag auf Schlag ans erste Fitnessgerät – den  Coll-Texpander.
Nun schrauben wir die Kadenz auf 130, was schwer im guten Bereich liegt. Der Patient reagiert super auf Kaisrewetter und perfekte Schneeverhältnisse. Es freut mich sehr, dass mit uns zusammen so viele Patienten am selben Therapieprogramm teilgenommen haben (vorwiegend “Servus”). Für den Eggberg lag die Besucherzahl aber absolut unter dem Schnitt für so einen Traumtag…
Natürlich darf ein Besuch im legendären Outdoorspeisesaal und Schauspielhaus Jenazer Alp nicht fehlen. Auf Cola und Teebeutel spricht Sascha gut an und der Klonus zeigt sich nur noch selten.
Ich verschreibe ihm eine Sonnentablette (max. empfohlene Tagesdosis). Natürlich strecken wir das starke Medikament mit einer Heilkräuterkur, welche speziell für diese Höhen erforscht wurde und – der Intensität angepasst – sofort anschlägt.
Die letzten Meter unserer Kur werden angegriffen, als ich bemerke, dass Sascha unter Selbstgesprächen leidet. Diese Symptome sind mir seit Jahren bekannt und sind als harmlos anzuschauen. Früher traten diese Symptome erst nach 2500 hm auf, neuerdings brauchts einen Bruchteil der Leistung. Ich gebe ihm ein Schock-Stock-Mittel dagegen.
So bekommen wir die Situation wieder unter den Kontrolle und erreichen bald den Gipfel. Ich empfehle ein Fotoapparatitis-Mittel, welches in Kombination  mit dem Natelitis-Antigonist Wunder wirkt für eine erfolgreiche digital detox-Kur. Wir geniessen den Tag und schwelgen gemeinsam in alten Erinnerungen, wie z.B. den Thermikschläuchen der stark blähenden Frösche oder dem legendären Äbi-Gleitwinkelflug 🙂
Einfach super – ein grosses Ziel ging heute in Erfüllung. Es geht einfach nur ufwaerts.ch – wenn auch nur noch harzig.
Eine allzulange Regeneration ist ihm aber nicht vergönnt, und so sehen wir uns gezwungen, unser wie immer streng durchgetimtes Programm abzuwickeln.
Ich verschreibe uns H2O in Pulverform. Und gleich die maximale Wochendosis für Angefressene!
Sascha zeigt sich stabil bis auf wenige Arblatsch’s
Somit erachte ich das Programm als empfehlenswert.
Gegen die Kälte verschreibe ich ihm eine Grüntee-Aromatherapie im NigglischHüttji. Kombiniert mit der heimeligen Ofenwärme  ist nun auch Hemmi verschwunden und die lokalen Hirschkühe dürfen aufatmen. Nun kann sich Sascha ausruhen und sein Hemibein schön entspannen. Ich nutze diese Gelegenheit für  einen Blitzbesuch in der Volg-Apotheke im Platz, wo ich meine Medibox auffülle.
Zurück in der Reha-Hütte verschreibe ich Sascha eine Grinolino-Lösung, kombiniert mit dem alten Hausmittel 5000 mg Kondensmilch auf eine Tasse schwarzes Wasser. Sofort wird Sascha ruhig und zeigt grosses Interesse am Hüttenbuch und 7 gefrorenen Kugelschreibern. Nun wäre aus medizinischer Sicht eine Arvenholz-Aromatherapie genau das Richtige Diese Therapieform hat sich schliesslich schon auf der B1 in Valens  bestens bewährt.Trotz Allem entscheide ich mich für eine radikale Gorgonzola D.O.P- Mischung gegen das Taiga-Syndrom. Es ist schon lange dunkel und es wird Zeit für die Abschaltung der automatischen Vitalwerteüberwachung (LVS.)
Ich verordne uns  nun das biologisch Schlafmittel Tundrahose. bei -8 Grad Nestwärme. Frühmorgens wird speziell auf den Eskimolatrinengang geschaut und die Eisbildung analysiert.
Mein Fazit über diese neuzeitliche Therapieform fällt absolut erfreulich aus. Ich bin überzeugt, dass wir den Weg in eine pharma-freie Welt schaffen könnten. Für Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie doch mich oder lassen Sie es sein. Für die kommenden Jahre geben wir einfach weiter nur Gas und lassen die Handbremse unberührt – wie schon immer!
Genauere Infos über die zukunftsweisende Therapie finden Sie unter steimaendli.ch.

« 1 von 2 »

Epilog: Es wurde wieder einmal Zeit für unser beliebtes ufwaerts-Quiz.
Zu gewinnen gibt es dieses Mal für die richtige Antwort 1 original-Steimändli- Bausatz. Der Hauptgewinn wird per Post zugestellt, sobald die Permafrostböden in der Tundra wieder tauen.
Beantworte dazu als Kommentar unten folgende Frage:
Was ist der Unterschied zwischen Hemi und Hemmi?

3 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.